Die neuere Marx-Forschung zeigt, dass sich Karl Marx genau wie Friedrich Engels intensiv mit der Ökologie und den Folgen der Ausbeutung der Natur auseinandergesetzt hat. Marx etwa sprach von einem „ökologischen Bruch“ und wies darauf hin, dass die Produktivkräfte an natürliche Grenzen stoßen werden. Er entwarf eine erste Grundlage für eine systematische Theorie der Natur im Kapitalismus, die weit über den Fortschrittsoptimismus der damaligen Zeit hinausging. So schrieb er bereits über die Verknappung von Ressourcen, die Verschmutzung der Umwelt, Bodendegradation und weitere Umweltprobleme durch den ausbeuterischen Charakter des Kapitalismus. Der reproduziert sich durch den Verzehr seiner natürlichen, sozialen und kulturellen Umwelt, zu deren Erhaltung er jedoch selbst wenig oder nichts beiträgt.
Einführung: Uwe Hiksch, NaturFreunde Deutschlands
NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, (0176) 62 01 59 02

